CDA kritisiert mangelhafte Finanzausstattung der Medizinerausbildung

Der Landesvorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) ist besorgt über die mangelnde finanzielle Ausstattung der Universitätsmedizin Mainz. Der Fachbereichsrat Medizin der Universität Mainz hatte dem Ministerium mitgeteilt, dass er eine Lücke von 20 Millionen Euro bei der Finanzierung der Medizinerausbildung sehe. Vielmehr müsse man darüber nachdenken, die Zahl der Studienplätze mangels Finanzierung zu reduzieren.

Die Landesvorsitzende der CDA Rheinland-Pfalz, Jessica Weller, MdL, sagte nach der Klausurtagung des CDA-Landesvorstandes, das Konzept der Landesregierung zur Förderung der Medizinerausbildung sei offenbar gescheitert. Es sei ein Skandal, dass das Gesundheitsministerium auf der einen Seite beklage, es gäbe zu wenige Mediziner im Land, und auf der anderen Seite das Wissenschaftsministerium nicht einmal diejenigen Finanzmittel bereitstellt, die erforderlich sind, um die Ausbildungszahlen auf dem aktuellen Niveau zu halten. „In der Landesregierung arbeiten die Ministerien offenbar unkoordiniert aneinander vorbei – zum Schaden der Menschen in Rheinland-Pfalz", so Jessica Weller weiter.

Die CDA fordert daher, das gesamte Konzept der Medizinerausbildung in Rheinland-Pfalz auf den Prüfstand zu stellen. Aufgrund der altersbedingten Berufsaufgabe einer Vielzahl niedergelassener Ärzte in den nächsten Jahren ist der Bedarf an neuen Medizinern so groß, dass kosmetische Korrekturen an der Ausbildungskapazität nicht mehr ausreichen. Vielmehr müsse darüber nachgedacht werden, eine vollständige zweite Medizinische Fakultät im Lande zu errichten. Nur mit mehr Medizinstudenten im Land verbunden mit ihrer praktischen Ausbildung im Land werde man eine bessere Chance haben, die flächendeckende ärztliche Versorgung auch in Zukunft in Rheinland-Pfalz sicher zu stellen.

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