Schutz für Berufspendler und Einzelhandelsbedienstete nötig

Die Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Jessica Weller, MdL, kritisiert die Haltung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer zur Maskenpflicht. „Wenn Dreyer einen Flickenteppich zwischen den Bundesländern beklagt, versucht sie, den Menschen Sand in die Augen zu streuen,“ sagt Weller dazu. Schließlich hätten fast alle Bundesländer die Maskenpflicht bereits beschlossen. Nur Rheinland-Pfalz trotte wieder hinterher und komme wie auch bei den „Soforthilfen“ und bei der medizinischen Schutzausrüstung erst in die Gänge, wenn die anderen bereits fertig sind.

Die Alltags-Gesichtsmasken werden nach Ansicht der CDU-Arbeitnehmer dort benötigt, wo die Menschen kaum die nötigen Abstände halten können. Das verursache ein erhöhtes Infektionsrisiko, dem mit der Maske begegnet werden könne. Das Prinzip habe die Landesregierung ja anscheinend verstanden, will sie doch allen Schülern Masken zur Verfügung stellen. Das Risiko trifft daneben aber vor allem auch die Bediensteten im Einzelhandel, die täglich unzähligen Kundenkontakten ausgesetzt sind, sowie Berufspendler in Bus und Bahn. Dafür müssten die Verkehrsbetriebe auch in die Lage versetzt werden, ihre Fahrpläne wieder zu verdichten, um die Menschen zu den Arbeitsstätten und Schulen befördern zu können.

Es gelte nun, schnell zu reagieren und nicht die Entscheidung vor sich herzuschieben. Das Beispiel aus Jena zeige, dass eine Maskenpflicht funktioniere. Dazu müssten diejenigen Bürger, denen das Land keine Masken zur Verfügung stellt, aber auch den nötigen zeitlichen Vorlauf haben, um sich einen einfachen Gesichtsschutz zu beschaffen.

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