Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft verteidigt die absolute Höchstarbeitszeit von 10 Stunden pro Tag

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft verteidigt die absolute Höchstarbeitszeit von 10 Stunden pro Tag. Übermüdung der Arbeitnehmer führt zu gesundheitlichen Schäden, zunehmenden Unfallrisiken und abnehmender Leistung am Arbeitsplatz. Diese Faktoren sind nicht nur schädlich für den Arbeitnehmer. Sie schaden langfristig dem Arbeitgeber ebenso.

"Es ist überhaupt nicht erkennbar, worin der Vorteil für den Arbeitgeber liegen soll, wenn die Höchstarbeitszeit abgeschafft wird. Unter Beachtung der aus Gründen des Gesundheitsschutzes einzuhaltenden Pausen-, und Ruhe- und Ausgleichszeiten könnte die planmäßige tägliche Einsatzzeit an nur drei Tagen pro Woche um 2,25 Stunden erhöht werden", so Adolf Kessel, CDA-Landesvorsitzender. Bei unvorhersehbaren Ereignissen am Arbeitsplatz gilt ohnehin eine Ausnahme von der Höchstarbeitszeit. "Wieso die Verlängerung der maximalen Schichtlänge an einzelnen Tagen von 10 auf 12,25 Stunden hilfreich gegen Konjunkturrisiken sein sollte, ist nicht erkennbar", so Kessel weiter. Vielmehr müsse es darum gehen, intelligentere Dienstpläne zu erarbeiten, statt einfach die Arbeitszeiten zu verlängern. Der Vorsitzende warnt auch vor einer zusätzlichen gesundheitlichen Belastung gerade der Beschäftigten mit kleinen und mittleren Einkommen. "Diese Maßnahme trifft eine Bevölkerungsgruppe, die sich schon jetzt von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt fühlt." Gelbwesten-Protest in Frankreich und Massenproteste gegen ein ähnliches Gesetz in Ungarn hätten gezeigt, dass die Menschen an ihrer Belastungsgrenze angekommen sind.

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