Die CDA-Landessprecherin für Infrastruktur, Gabriele Müller, und der CDA-Kreisvorsitzende, Nikolaus Poppitz, kritisieren das geplante Dieselfahrverbot in der Rheinallee und Rheinstraße in Mainz.

„Wer Stau sät, wird Dieselfahrverbote ernten", sagt Gabriele Müller. Die Herangehensweise der Verkehrsdezernentin an das Problem der Luftbelastung sei schon im Ansatz falsch. Es müsse vielmehr dafür gesorgt werden, dass der Verkehr flüssig durch die Rheinachse kommt, weil der Stop-and-Go-Verkehr ein Vielfaches an Luftverunreinigungen verursacht wie ein fließender.

Es sei daran erinnert, dass die Spedition Frankenbach, die täglich eine Vielzahl von Fahrten auf der Rheinachse durchführt, erst kürzlich in einem Bericht der Allgemeinen Zeitung darüber klagte, das die frühere Grüne Welle auf der Achse nicht mehr funktioniere, so Müller weiter.

Wenn das Fahrverbot so umgesetzt werde, wie es aktuell in der Presse zu lesen ist, würde dies auch bedeuten, dass faktisch auch die Theodor-Heuss-Brücke für Dieselfahrzeuge gesperrt würde. Für diese Betroffenen wäre dann die Situation die gleiche wie mit der aktuellen Brückensperrung.

Poppitz ergänzt, dass der Verkehr von Dieselfahrzeugen damit auf noch engere Ausweichrouten wie die erst kürzlich zurückgebaute Große Langgasse verdrängt werde und dort neuen Stau verursachen werde – mit der Folge weiterer Fahrverbote in den Ausweichstrecken.

„Auch wenn die Verkehrsdezernentin steif und fest behauptet, ein Flächenfahrverbot vermeiden zu wollen, läuft die praktische Politik genau darauf hinaus", so Poppitz weiter. Schon jetzt führe die Sperrung der Rheinachse dazu, dass weite Teile der Innenstadt zwischen Rheinachse und Rhein und Teile der Altstadt für Dieselfahrzeuge nicht mehr erreichbar wären, weil sie nur über die Rheinachse an den Verkehr angebunden sind.

In dieser faktischen Sperrzone lägen auch die Tiefgaragen Rathaus, Malakoff und Rheinufer, das Rathaus, der Erbacher Hof, die Rheingoldhalle und die Hotels Hilton und Hyatt.

Müller und Poppitz fordern von der Stadtverwaltung, statt die ganze Strecke zu sperren, endlich für fließenden Verkehr in der Innenstadt zu sorgen. Die Sperrung der Thodor-Heuss-Brücke aktuell zeige, dass ein großer Teil des Innenstadtverkehrs auf diese Brücke zustrebe. Umso wichtiger sei es für eine Verbesserung der Luftqualität, die Theodor-Heuss-Brücke durch eine weitere Stadtbrücke zu entlasten, um den Verkehr aus der Stadt herauszuhalten.

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