Große Veränderungen stehen an bei Pflege und Gesundheit in den nächsten Jahren. Fachkräftemangel und demographische Entwicklung prallen in diesen Bereichen besonders hart aufeinander. Die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), der Sozialflügel der CDU, will sich deshalb weiter stark machen für faire Bedingungen.

Die CDA-Südwestpfalz hatte nun Gelegenheit, mit dem saarländischen Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Andreas Storm, wichtige Fragen zu erörtern bei einem Vor-Ort-Termin im Krankenhaus Pirmasens. Der Vorsitzende der CDA-Südwestpfalz, Hans-Dieter Haas, und dessen Stellvertreter, Uwe-Jens Martens, der auch CDA-Landesvorstandsmitglied ist, nannten als Themen: Wie kann man dem wachsenden Bedarf an Pflegekräften und Ärzten in Zukunft gerecht werden? Und wie lässt sich der Rückgang an Fachpersonal stoppen?

Begleitet wurden Storm, Haas und Martens vom Bürgermeister von Pirmasens, Peter Scheidel, dem Landtagsabgeordneten Thomas Weiner, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden der Stadt Pirmasens, Denis Clauer, sowie dem Krankenhaus-Geschäftsführer Martin Forster. Mehr Effizienz verspricht sich der Minister, der seinerzeit auch gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion war, von einer besseren Verzahnung von stationärer Betreuung und Nachbetreuung in der Familie. Als weiteren Punkt nannte Storm:

Eine Verbesserung der geriatrischen Versorgung ist dringend notwendig.

Dieses Problem sah er im Saarland wegen der durchschnittlich älteren Bevölkerung als noch drängender an als in Rheinland-Pfalz.

„Der Ärztemangel muss gestoppt werden“, kreiste der Minister ein weiteres Problemfeld ein. Es gebe zu wenig junge Menschen, die diesen Beruf anstrebten. Aber auch im Pflegebereich müsse man ansetzen: „Die Ausbildung der Pflegekräfte ist zu reformieren“. Uwe-Jens Martens, der auch Betriebsratsvorsitzender im Krankenhaus Pirmasens ist, pflichtete bei: „Der Pflegeberuf muss attraktiver werden“. Angeregt wurde auch ein Arbeitskreis Soziales/Pflege.

Wir brauchen qualifizierte und motivierte Kräfte in der Pflege

, hieß es. Als vorbildlich wurde die Arbeit des Seniorenbeirats in Pirmasens gesehen, der wertvolle Erfahrungen an Entscheider herantrage. Das Modell eigne sich auch für Gemeinden im Saarland, meinte Storm. Weiterhin wurde eine mögliche Zusammenarbeit mit der Stadt Homburg ins Auge gefasst.

In einem Rundgang führte Martin Forster durch das Krankenhaus und zeigte auch die moderne Patientenaufnahme. Bürgermeister Scheidel, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender ist, machte deutlich, dass man sich gut entwickle, aber mit Problemen zu kämpfen habe, die sich in der ganzen Südwestpfalz zeigten. So habe man in den letzten Jahren Betten reduzieren müssen. Schwieriger werde es auch, die Spezialisierungen beizubehalten, weil Ärztenachwuchs fehle. Forster sagte, die Zeit dränge:

Es darf kein Verteilungskampf zwischen Alt und Jung entstehen.

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