Elmar Brok, MdEP zu Gast in Unkel/Rh.

Am 26. Mai 2019 sind die Bürger in Deutschland aufgerufen, für die nächsten fünf Jahre ein neues europäisches Parlament zu wählen. Informationen aus ‚erster europäischer Hand‘ erhielten deshalb die Teilnehmer einer Info-Veranstaltung im voll besetzten Saal des Willy-Brandt-Forums in Unkel.
Die CDA des Kreises Neuwied, unterstützt vom Kandidaten für den Stadtbürgermeister, Professor Dr. Wolfgang von Keitz, luden ein und Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlamentes seit 1980 , u.a. ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Vorsitzender der EUCDA kam gerne.
In seinen Ausführungen betont er, dass in den letzten fünf Jahren 12 Mio neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, dass sich alle Länder im Wachstum befinden und dass alle 19 Euro-Staaten die Maastricht-Kriterien erfüllen.“Das Regelwerk des Binnenmarktes hat Europa stark gemacht. Dass Europa heute die größte Handelsmacht ist, ruft auch Gegenspieler wie China, Russland und die USA ‚auf den Plan‘“, so Elmar Brok. Der Bürger spüre, dass diesen zukünftigen ökonomischen und machtpolitischen Herausforderungen nur ein geeintes Europa entgegen treten kann. Unsere soziale Marktwirtschaft sei der dritte und beste Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Er fordert uns auf, dies stärker in unseren Kreisen zu diskutieren.
„Wir müssen Strategien entwickeln und umsetzen, die die äußere und innere Sicherheit Europas gewährleisten. Wir brauchen eine koordinierte Flüchtlings- und Verteidigungspolitik, einen digitalen Binnenmarkt und in einigen Bereichen Mehrheitsentscheidungen anstelle der Einstimmigkeit. Sie blockiert uns z.B. in der Steuerpolitik. Alles dauert viel zu lange.“
Ralf Seekatz, Kandidat für die Europawahlen und Erwin Rüddel, MdB, fordern die Teilnehmer auf, die Chancen der Europäischen Union zu sehen, die uns seit 70 Jahren Frieden und Wohlstand gewährleistet. Roswitha Gottbehüt, Vorsitzende der CDA im Kreis Neuwied, bittet Ralf Seekatz, sich als zukünftiger Abgeordneter in Brüssel und Straßburg für ein starkes ‚soziales Europa‘ einzusetzen. Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Charlier, die das Willy-Brandt-Forum für die Veranstaltung öffnete und zu Beginn eine interessante Führung gestaltete.

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