ie Christliche-Demokratische Arbeitnehmerschaft kritisiert die fehlende Verkehrsinfrastruktur, insbesondere für die Überquerung des Rheins, für viele der hunderttausenden Pendler im Land.

Die Zahl der Pendler und die Länge der Pendelwege nehmen immer weiter zu. „Die fehlenden Arbeitsplätze im Land führen dazu, dass das Land in Deutschland (nach Brandenburg) die zweithöchste Quote von Beschäftigten hat, die in einem anderen Bundesland arbeiten,“ sagt der CDA-Landesvorsitzende Adolf Kessel, MdL. Rund 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fahren täglich nach Hessen, fast ebenso viele nach Baden-Württemberg. Rund jeder siebte Rheinland-Pfälzer müsse auf dem Weg zur Arbeit den Rhein überqueren, ergänzt die CDA-Infrastrukturexpertin Gabriele Müller (Mainz).

Auf fast 300 Kilometern Flusslänge im Lande stehen den Pendlern dafür an nur 9 Orten Straßenbrücken zur Verfügung. Nur an sechs Orten gibt es Bahnbrücken"

, so Müller. Viele der Brücken seien zudem in schlechtem Zustand und müssten aktuell oder in naher Zukunft saniert werden, was deren Leistungsfähigkeit weiter einschränkt. Die wenigen Bahnbrücken seien ebenso überlastet und könnten zu keiner Verbesserung der Situation mehr beitragen. So stünden Hunderttausende Arbeitnehmer täglich im Stau vor den Brücken.

Wer im Stau steht, verliert jeden Tag wertvolle Lebenszeit, kommt gestresst am Arbeitsplatz an und nach der Arbeit später heim zur Familie

, so Müller weiter.

Die christlich-demokratische Arbeitnehmerschaft fordert deswegen einen zügigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, um die Pendlerströme zu bewältigen. Dazu gehören mehrere zusätzliche Straßenbrücken, um den Verkehrskollaps zu entschärfen, u.a. die zweite Rheinbrücke bei Wörth, die Mittelrheinbrücke, zusätzliche Brücken im Großraum Mainz, sowie die Erweiterung der Bahnbrücken, um mehr Züge über den Rhein führen zu können. „Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie die notwendigen Planungen dafür endlich konsequent vorantreibt,“ sagt Adolf Kessel.

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