Der Arbeitnehmerflügel der CDU Rheinland-Pfalz hat eine neue Vorsitzende. Die Delegierten wählten auf der Landestagung in Ransbach-Baumbach die frisch in den Landtag nachgerückte Jessica Weller an die Spitze der Christlich-Demokartischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Weller folgt auf Adolf Kessel, der nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister von Worms nicht erneut angetreten war

Ransbach-Baumbach Die 35-jährige Jessica Weller aus dem Kreis Altenkirchen war bis zur Übernahme des Landstagsmandates im Bundesministerium des Innern und in der Agentur für Arbeit tätig. Sie wird die CDU künftig im Landtag u.a. im Ausschuss für Soziales und Arbeit vertreten. Sie betonte, die CDA müsse stärker die Erfolge ihrer Politik herausstellen, wie zuletzt z.B. die Einführung des Mindestlohnes, dessen Höhe sie allerding noch immer für zu niedrig halte. Weller setzte sich bei ihrer Wahl in einer Kampfabstimmung gegen den bisherigen Landesschatzmeister Patrick Redlingshöfer (Germersheim) durch.

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Roswitha Gottbehüt aus (Kreis Neuwied) und Norbert Lingenfelder (Südliche Weinstraße) wieder- und Nils Petri (Bernkastel-Wittlich) neu gewählt. Patrick Redlingshöfer bleibt weiter Schatzmeister. Weitere Mitglieder des Vorstands wurden Nathalie Bauernschmitt (Alzey), Norbert Faltin (Neuwied), Martin Gerhardt (Bad Ems), Christian Hirschmann (Ludwigshafen), die beiden Namensvettern Silvia Hoffmann und Frank Hoffmann (beide Speyer), Bernd Kemme (Mayen), Gabriele Müller (Mainz), Herbert Theisen (Bitburg), Elisabeth Roth (Westerwaldkreis), Verena Wilhelm (Zweibrücken) und David Wollweber (Westerwaldkreis).

In ihren Grußbotschaften betonten der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef-Laumann und sein Erster Stellvertreter Christian Bäumler die Notwendigkeit, in der Politik die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Blick zu behalten. Laumann wies auf die Notwendigkeit von Flächentarifen hin.Die Unabhängigkeit der Tarifpartner sei ein hohes Gut, so Laumann, das erhalten werden müsse. Dazu gehöre aber auch, dass die Arbeitgeber bereit sind, Tarifverträge abzuschließen. Der Mindestlohn sei auch deswegen nötig geworden, weil viel zu viele Arbeitnehmer in tariflosen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Bäumler warnte, auch gerade beim ökologischen Umbau der Wirtschaft die Arbeitnehmerinteressen auszublenden.

Christian Baldauf, Fraktionsvorsitzender der rheinland-pfälzischen CDU, beschrieb die christlich-demokratische Arbeitnehmerschaft als wichtiger Teil dessen, was die CDU als Volkspartei ausmache.

In der Antragsberatung beschäftigte sich die Tagung mit der Obdachlosenhilfe, der Situation der Hebammen, der hausärzlichen und der Krankenhaus-Versorgung, der Arbeitnehmerkapitalbildung. Besonderes Augenmerk legte die Versammlung auf die Randbedingungen für eine CO2-Bepreisung, die nicht zu einer zusätzlichen Belastung für die Arbeitnehmer führen dürfe.

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