Pflege beginnt nicht erst, wenn der Einsturz droht

Scharfe Kritik an Landesverkehrsminister Wissing kommt aus den Reihen der CDU-Arbeitnehmer. Sie kritisieren die mangelhafte Pflege der Verkehrsinfrastruktur.

„Unser Verkehrsminister scheint Gedanklich schon länger nicht mehr bei der Sache in Rheinland-Pfalz zu sein“, meint die CDA-Infrastruktur¬sprecherin Gabriele Müller. Denn offensichtlich schafft er es nicht, seinen Landesbetrieb Mobilität (LBM) so aufzustellen, dass der die Pflege der Verkehrswege sicherstellen kann. Das betreffe nicht nur die unendlich langen Planungszeiten, bis dringend erforderliche Ersatzneubauten oder Erweiterungen ausschreibungsreif sind. Die mangelnde Pflege beginne schon beim Grünschnitt.

Wer aktuell über die Autobahnen des Landes fährt, findet allenthalben von Unkraut und selbstausgesäten Büschen und Bäumen überwucherte Leit¬planken. Das geht so weit, dass an manchen Stellen schon die Verkehrs¬schilder zwischen dem Wildwuchs verschwinden.

Solche Pflege-Mängel dokumentieren die jahrelange Vernachlässigung des LBM. Es liegt ja nicht an der Motivation der Mitarbeiter, sondern am ausgedünnten Personal in allen Bereichen des LBM, dass die Straßen immer weiter verfallen. Die Vernachlässigung des LBM zeige auch, das sich Wissing nicht gegen die Anti-Auto-Ideologie des grünen Koalitionspartners durchsetzen könne. Warum die FDP nun genau solch ein Bündnis mit den Grünen auch unter Wissings Management auf Bundesebene anstrebe, wenn er damit schon im Land gescheitert ist, sei unverständlich, so Müller abschließend. Die Leidtragenden der zusammenbrechenden Verkehrs¬infrastruktur seine vor allem die Arbeitnehmer, die tägliche Behinderungen auf dem Weg zu ihren Arbeitsplätzen hinnehmen müssten.

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