"Hartz IV bedeutet nicht Armut, sondern ist die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf Armut", hat der neue Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn (CDU), jüngst erklärt – und für diese Aussage Kritik einstecken müssen. Jens Jacob Gengnagel, der Vorsitzende des CDA Regionalverbands Worms-Alzey, erklärt in einer persönlichen Stellungnahme hierzu:

„Als Vorsitzender der CDA Worms-Alzey verstehe ich gar nicht, warum so viele gegen Jens Spahns Aussage sind. Als ehemaliger Hartz IV Bezieher muss ich sagen, dass die Bezüge ausreichend sind. Denn wir reden hier von einer Grundsicherung, die Menschen davor bewahren soll nicht unter Hunger zu leiden und nicht auf der Straße zu sitzen und ein Dach über den Kopf zu haben. Das ist meines Erachtens nicht nur gegeben, sondern man kann davon leben. Hinzu kommt, dass Menschen die Sozialleistungen beziehen, ihre Priorität anders setzen müssen. Grundsicherung bedeutet das Nötigste zum Leben zu haben, mehr nicht. Wenn jemand anders leben möchte, dann gibt es nicht nur genügend Jobs, sondern auch die Möglichkeit sich über die Arbeitsagentur weiter zu bilden“, erklärt Jens Jacob Gengnagel.

„Da ich für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einstehe, finde ich es nur gerechtfertigt, dass Jens Spahn sich entsprechend dazu äußert. Denn wenn man überlegt, dass es viele Arbeitnehmer gibt, die für den Mindestlohn arbeiten, aber alle anfallenden Kosten selbst tragen, ist es nicht richtig zu sagen, Harz IV reiche nicht aus. Wer dies beherzigt, wird seinen Lebensstandard nicht nur verbessern, nein er wird auch emotional besser leben, denn er weiß, dass es hart erarbeitet ist“, so der Vorsitzende.

„Es gibt viele Lebensumstände, die gemeistert werden müssen. Mit Hartz IV sind die ersten Schritte geschaffen, alles Weitere kann man sich erarbeiten. Deutschland ist ein Land in dem es den Menschen an nichts fehlt, man muss aber auch bereit sein mit daran zu arbeiten, dass das so bleibt“, schließt Gengnagel ab.

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