Der CDA Bezirksvorsitzende Nils Petri bedauert die Pläne von Aldi, das Zentrallager Wittlich samt Verwaltung zum Juni 2021 zu schließen

Der CDA Bezirksvorsitzende Nils Petri bedauert die Pläne von Aldi, das Zentrallager Wittlich samt Verwaltung zum Juni 2021 zu schließen. Über diese Pläne wurden kürzlich die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung informiert. Petri macht nun dem rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Verkehrsminister schwere Vorwürfe.

„Wie aus Recherchen des SWR heraus zu lesen ist, wurde die Entscheidung nach einer umfassenden Standortanalyse getroffen. Dabei dürfte also auch die Verkehrsanbindung eine bedeutende Rolle gespielt haben“ betont Nils Petri, Bezirksvorsitzender des CDA Bezirkes Trier. „Bei Aldi stehen die Regionalgesellschaften untereinander in Konkurrenz: Das Unternehmen hat seit 2017 eine ganze Reihe von Regionallagern geschlossen und die Logistik in größeren Einheiten konzentriert. Dass es nun Wittlich trifft, zeigt, dass der Standort nicht als geeignet für eine Vergrößerung angesehen wurde.“

Weiter sagte Petri: „Es wurde bereits lange Zeit am Lückenschluss der A1 geplant, doch die Landesregierung blockiert seit Jahren den Weiterbau. Außerdem ist auch die B50 neu weiterhin lückenhaft, da auf der Hunsrückseite noch 15 km des Bauprojekts fehlen, Auch hier arbeitet die Landesregierung viel zu langsam“

Diese beiden Punkte waren schon im Sommer von Petri und der infrastrukturpolitischen Sprecherin der CDA Rheinland- Pfalz, Gabriele Müller, aufgegriffen worden: Durch die fehlenden Lückenschlüsse verfehlt der Hochmoselübergang seine verkehrliche Wirkung und enttäuscht die Investoren, die auf eine gute überregionale Anbindung des Standortes Wittlich gesetzt hatten. Das Ergebnis dieser planerischen Fehlleistung sind nun die Abwanderungspläne der Betriebe. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass auch MAN die Schließung seines Werkes in Wittlich beabsichtigt.

Hier räche sich nun, dass der Minister sein Amt nur noch als Teilzeitjob versteht, meint Petri. Jetzt schaffe er es nicht mehr, als Wirtschaftsminister die Scharten auszuwetzen, die er als Verkehrsminister geschlagen hat.

Petri sorgt sich um die Zukunft der rund 130 Beschäftigten in den von Schließung bedrohten Betrieben. Er rief die Arbeitgeber auf, nun für faire Bedingungen für die betroffenen Mitarbeiter zu sorgen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag