Noch vor der Bundestagswahl Nägel mit Köpfen machen!

Das Lieferkettengesetz ist nach Auffassung der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA ein wichtiges Instrument, um weltweit die Ausbeutung am Arbeitsplatz zu bekämpfen. Dass die Unternehmen in den Industrieländern diese Verantwortung auch tragen können, zeige das weltweite Abkommen zur Sicherheit in der Textilindustrie, das morgen vor acht Jahren (am 13. Mai 2013) in Folge des katastrophalen Einsturzes einer Textilfabrik in Bangladesh geschlossen wurde.

„Es ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts, ob wir vom freien zum fairen Handel in globalen Lieferketten kommen“, meint die CDA-Landesvorsitzende Jessica Weller und schließt sich damit der Ansicht von Bundesminister Gerd Müller an. Die Bundesrepublik dürfe nicht die Augen verschließen vor der Ausbeutung von Kindern, Mensch und Natur.

Faire Löhne, Arbeitssicherheit und respektvolles Miteinander sind die Grundlagen einer sicheren, freien und gerechten Welt. „Wenn wir wollen, dass es allen Menschen, die in eine Lieferkette eingebunden sind gut geht, ob dies in Deutschland ist, Europa, oder sonst wo in der Welt, müssen wir für mehr Rechtssicherheit sorgen. Menschen die gut verdienen und wirtschaftlich abgesichert sind, werden nicht in Armut versinken, werden sich nicht radikalisieren oder aufgrund schlechter Lebensumstände ihr Land verlassen“, so Weller weiter.

Vor allem müsse nun in der Beratung des Gesetzes darauf geachtet werden, dass der gefundene Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Erwägungen und Schutz der Menschenrechte nicht wieder verwässert wird. „Die Wirtschaft muss sich ihrer Verantwortung zu stellen und darf nicht länger gegen das Gesetz kämpfen“, fordert Jessica Weller, Sie appellierte an die Abgeordneten der Regierungsfraktionen, sich nun keinem Druck von Lobbyorganisationen zu beugen und vor allem dafür zu sorgen, dass das Gesetz bis zur Sommerpause das ganze parlamentarische Verfahren durchläuft, damit es noch vor der Bundestagswahl in Kraft treten kann. „Das Anliegen ist zu wichtig als dass es in die nächste Legislaturperiode verschoben werden dürfte.“

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